Treppenlift Alternative
Homelift: Aufzug für Zuhause
Ein Homelift ist ein kompakter Aufzug für den privaten Bereich, der keinen separaten Aufzugsschacht benötigt und flexibel nachgerüstet werden kann. Er ermöglicht einen barrierefreien Zugang zu allen Etagen Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung und ist damit die ideale Lösung für mehr Selbstständigkeit und Komfort im Alltag.
Nach § 40 SGB XI – bei Pflegegrad 1–5 möglich. Bei gerader Treppe oft unter 2.000 € Eigenanteil.
Homelift - alles was Sie wissen müssen
Welche Vorteile hat ein Homelift für mein Zuhause?
Ein Homelift verändert den Alltag spürbar – nicht nur für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, sondern auch durch seinen vielseitigen Einsatz für die sichere Personenbeförderung und den Transport von Lasten. Die wichtigsten Vorteile im Überblick:
Komfort und Lebensqualität
Lebensqualität: Sie bewegen sich frei zwischen den Etagen in Ihrem Eigenheim oder in Ihrer Wohnung, ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.
Barrierefreier Zugang: Homelifte ermöglichen barrierefreies Wohnen für Senioren, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und Rollstuhlfahrer.
Transport von Rollstühlen und schweren Gegenständen: Homelifte sind für den Transport von Rollstühlen, Gehhilfen und Lasten geeignet und können bis zu drei Personen oder einen Rollstuhl befördern.
Flexible Nachrüstung und Installation
Nachrüstung im Bestand: Moderne Homelifte lassen sich auch in bestehenden Gebäuden einbauen, oft ohne aufwendigen Schacht, und passen sich flexibel an private Wohnräume an.
Innen- und Außenbereich: Homelifte können sowohl im Innen- als auch im Außenbereich installiert werden.
Platzsparende Bauweise: Kompakte Modelle sind ein echtes Raumwunder und brauchen teils nur wenig Platz, etwa im Treppenauge oder an der Außenwand. Die Grundfläche beträgt oft nur 0,8 bis 1,3 m².
Design und Wertsteigerung
Design-Optionen: Verglaste Kabinen, verschiedene Oberflächen und Beleuchtungskonzepte fügen sich in jeden Wohnstil ein.
Werterhalt und Wertsteigerung der Immobilie: Ein barrierefreier Zugang zu allen Etagen macht ein Haus langfristig attraktiver und steigert nachweislich den Immobilienwert.
Schnelle Installation
Kurze Einbauzeit: Die Installation eines Homelifts erfolgt in der Regel innerhalb von zwei Tagen.
Diese Kombination aus Komfort, Sicherheit und gestalterischer Freiheit macht den Homelift zu einer clever durchdachten Alternative für barrierefreies Wohnen – egal ob im Einfamilienhaus oder in Privathäusern mit mehreren Etagen.
Für wen ist ein Homelift geeignet?
Ein Homelift, auch als Hauslift bezeichnet, eignet sich für unterschiedliche Lebenssituationen – nicht nur im hohen Alter. Als eine Form von Personenaufzügen ermöglicht er im Alltag den sicheren Transport zwischen Etagen. Typische Zielgruppen sind Senioren, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und Familien, die Wert auf Sicherheit, Unabhängigkeit und Lebensqualität legen. Für diese Gruppen bietet ein Homelift die Möglichkeit, das eigene Zuhause uneingeschränkt zu nutzen – ohne Treppensteigen, ohne Kraftaufwand und ohne Kompromisse bei der Selbstständigkeit. Weitere typische Nutzer sind:
Rollstuhlnutzer: Für sie ist ein Homelift oft die einzige praktikable Lösung, um mehrstöckige Häuser vollständig zu nutzen.
Senioren mit eingeschränkter Mobilität: Wer Schwierigkeiten mit Treppen hat, gewinnt spürbar an Sicherheit und Unabhängigkeit zurück.
Menschen mit Vorsorgegedanken: Auch ohne aktuellen Bedarf sichern sich viele Bauherren, Eigentümer und Hausbesitzer frühzeitig eine barrierefreie Wohnform fürs Alter.
Familien mit besonderem Betreuungsbedarf: Etwa bei Kindern oder Angehörigen mit körperlichen Einschränkungen.
Wer sein Zuhause langfristig umgestalten und einen Umzug vermeiden möchte, sollte einen Homelift bereits in der Planungsphase mitdenken.
Sicherheit, Technik und Wartung: Worauf kommt es an?
Ein Homelift unterliegt klaren technischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen. Diese Punkte sind bei jedem seriösen Angebot verpflichtend:
Sicherheitsfunktionen:
CE-Kennzeichnung: Pflicht für alle in Deutschland verkauften Homelifte.
Notruf- und Kommunikationssystem: Ermöglicht direkten Kontakt im Störungsfall.
Sensorik gegen Einklemmen: Türen und Kabine stoppen automatisch bei Hindernissen.
Notstromfunktion: Fährt die Kabine bei Stromausfall sicher zur nächsten Etage.
Fangvorrichtung und Endschalter: Verhindern unkontrollierte Bewegungen der Kabine.
Hinderniserkennung und Notstopp: Moderne Homelifte verfügen über fortschrittliche Sicherheitsfunktionen, die maximale Sicherheit gewährleisten.
Notstrom- und Sensorfunktionen arbeiten dabei automatisch im Hintergrund: Sensoren erkennen Hindernisse und Gegenstände in Echtzeit, während die Notstromversorgung bei einem Stromausfall die Kabine kontrolliert zur nächsten Haltestelle fährt. So bleibt der Nutzer nie eingeschlossen. Für Senioren mit eingeschränkter Mobilität kann das im Alltag viel Sicherheit schaffen und oft sogar einen belastenden Umzug vermeiden.
Technische Varianten - Homelifte gibt es mit verschiedenen Antriebsarten:
Seilzugantrieb
Hydraulikantrieb
Spindelantrieb
Kompakte Homelifte sind eine Alternative zu Treppenliften und können flexibel im Innen- oder Außenbereich installiert werden. Je nach Modell sitzen Antrieb und weitere Technik platzsparend im oder am Kabinendach. Bei der Tragfähigkeit unterscheiden sich die Modelle deutlich: Je nach Kabinengröße sind meist 220 bis 500 kg üblich, wodurch je nach Auslegung bis zu drei Personen oder ein Rollstuhl gleichzeitig befördert werden können.
Wartung:
Für den dauerhaft sicheren Betrieb empfiehlt sich eine Wartung mindestens einmal jährlich durch einen Fachbetrieb. Je nach Nutzungsintensität und Modell kann auch ein halbjährliches Intervall sinnvoll sein.
Mit diesem Wissen zu Technik und Sicherheit können Sie gezielt die passende Lösung für Ihr Zuhause auswählen. Im nächsten Abschnitt erfahren Sie, welche Kosten auf Sie zukommen und welche Faktoren den Preis beeinflussen.
Einbau eines Homelifts: Welche Prüfungen und Genehmigungen sind nötig?
Nicht jeder Homelift benötigt die gleichen behördlichen Schritte.
Viele Liftsysteme lassen sich auf rund 1,3 m² realisieren, was die baulichen Voraussetzungen oft überschaubar macht.
Entscheidend ist vor allem die Hubhöhe der Anlage.
Überschreitet die Förderhöhe 3 Meter, gilt die Anlage rechtlich als Aufzug.
Bei Förderhöhen über 3 Meter ist eine TÜV-Abnahme vor Inbetriebnahme verpflichtend.
Wiederkehrende Prüfungen im laufenden Betrieb sind ebenfalls erforderlich.
Bei geringeren Hubhöhen entfällt diese Pflicht häufig, abhängig vom konkreten Modell.
Je nach Bundesland und Umfang der baulichen Veränderung kann eine Baugenehmigung erforderlich sein.
Besonders bei Eingriffen in die Statik oder bei Außenanbauten ist eine Baugenehmigung nötig.
Der Fachbetrieb prüft im Rahmen der Vor-Ort-Beratung die individuellen Herausforderungen und erforderlichen Genehmigungen.
Frühzeitige Klärung, welche Liftlösungen je nach Gegebenheiten, Barrierefreiheit und Platzbedarf sinnvoll sind.
Falls ein Schacht nötig ist, kann eine Pfosten-Riegel-Konstruktion infrage kommen.
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Wie viel kostet ein Homelift?
Die Kosten für einen Homelift hängen stark von der Ausstattung, der Hubhöhe und den baulichen Gegebenheiten ab. In jedem Angebot sollten die typischen Kostenblöcke enthalten sein, zu denen die Kabine und Antriebstechnik, bauliche Anpassungen wie Schacht, Durchbrüche oder Fundament, die Montage und Inbetriebnahme sowie gegebenenfalls eine TÜV-Abnahme zählen. Auch ein Wartungsvertrag sollte berücksichtigt werden, um den langfristigen Betrieb sicherzustellen.
| Homelift-Typ | Etage | Förderung | Preis |
|---|---|---|---|
| Homelift Schachtlos (bis 3 m) | 1 Etage | Pflegekasse bis 4.180 € / KfW bis 2.500 € | ab 21.470 € |
| Homelift Schachtlos (bis 6 m) | 2 Etagen | Pflegekasse bis 4.180 € / KfW bis 2.500 € | ab 24.970 € |
| Homelift mit Schacht (bis 10 m) | 2-3 Etagen | Pflegekasse bis 4.180 € / KfW bis 2.500 € | ab 35.820 € |
| Außen-Homelift | 1-2 Etagen | Pflegekasse bis 4.180 € / KfW bis 2.500 € | ab 32.470 € |
* Alle Preise sind Richtwerte exkl. Einbau. Der Einbau kostet je nach Modell und Gebäudestruktur zwischen 2.000 und 5.000 €. Ihr tatsächlicher Eigenanteil kann abweichen.
Welche Faktoren beeinflussen den Preis eines Homelifts?
-
01
Förderhöhe:
Die Anzahl der Etagen bzw. Stockwerke und der zurückzulegende Höhenunterschied beeinflussen den Preis direkt. Je mehr Haltestellen und je größer die Gesamthöhe, desto aufwendiger die Technik und desto höher die Kosten. -
02
Kabinengröße und Tragkraft:
Ein Homelift für eine Person unterscheidet sich preislich deutlich von einer Ausführung, die auch einen Rollstuhl samt Begleitperson aufnehmen soll. -
03
Ausstattung und Design:
Panorama-Verglasungen oder eine Außenmontage erfordern zusätzliche Wetterschutz- und Konstruktionsmaßnahmen und führen zu Mehrkosten. -
04
Laufende Wartungs- und Betriebskosten:
Diese umfassen die jährliche Wartung, den Stromverbrauch sowie gegebenenfalls Kosten für die wiederkehrende TÜV-Prüfung.
Alle Zuschüsse auf einem Blick
Staatliche Förderprogramme können einen Großteil der Kosten übernehmen. Welche Förderung greift, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Alle Anträge müssen vor Beginn der Maßnahme gestellt werden – ohne Ausnahme.
Pflegekasse – bis zu 4.180 € Zuschuss
KfW-Programm 455-B – bis zu 6.250 € Zuschuss
Sozialhilfe – Hilfe zur Pflege & Eingliederungshilfe
Beihilfe für Beamte & Versorgungsempfänger
Berufsgenossenschaft – Vollübernahme möglich
Steuerliche Absetzbarkeit – bis zu 1.200 € Steuerersparnis
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Häufige Fragen zum Homelift
Ihre Fragen, unsere Antworten
Was kostet ein Homelift?
Ein Homelift kostet je nach Modell und Einbausituation zwischen 21.470 € und 50.000 € exclusive Montage.
- Typischer Bereich (inklusive Montage): 24.000–55.000 €
- Jährliche Wartung: ab 200 €
- Förderung möglich: bis zu 4.180 € (Pflegekasse) und bis zu 2.500 € (KfW 455-B)
Was ist der Unterschied zwischen einem Homelift und einem Treppenlift?
Welche Förderung gibt es für einen Homelift?
Für einen einzelnen Homelift gibt es folgende Förderungen:
- Pflegekasse (§40 SGB XI): bis zu 4.180 € bei anerkanntem Pflegegrad (1–5)
- KfW 455-B (Einzelmaßnahme): bis zu 2.500 € Zuschuss (10 % von max. 25.000 € förderfähigen Kosten), unabhängig von Pflegegrad
- Budget 2026 begrenzt auf 50 Mio. € – Antrag frühzeitig stellen, Mittel können vorzeitig aufgebraucht sein
- Antrag immer vor Baubeginn stellen, aktuelle Konditionen auf www.kfw.de prüfen
Brauche ich eine Baugenehmigung für einen Homelift?
Ob eine Baugenehmigung nötig ist, hängt von der baulichen Umsetzung und dem Bundesland ab.
- Außenanbau: in der Regel genehmigungspflichtig
- Innenbereich ohne Deckendurchbruch: oft genehmigungsfrei möglich
- Innenbereich mit Deckendurchbruch: meist genehmigungspflichtig
- Ein geprüfter Partnerbetrieb klärt das im kostenlosen Vor-Ort-Termin verbindlich
Darf ich als Mieter einen Homelift einbauen lassen?
Ja, unter bestimmten Voraussetzungen.
- Nach § 554 BGB muss der Vermieter bei berechtigtem Interesse (z. B. Pflegegrad) den Einbau dulden
- Der Vermieter kann eine Sicherheitsleistung für den späteren Rückbau verlangen
- Kosten für Einbau, Wartung und Rückbau trägt in der Regel der Mieter
- Bei Eigentümergemeinschaften ist zusätzlich ein WEG-Beschluss nötig, wenn Gemeinschaftseigentum betroffen ist
Wie viel Platz benötigt ein Homelift?
Homelifte benötigen ab etwa 0,8 bis 1,45 Quadratmetern Stellfläche.
- Grubentiefe oft nur 10 cm
- Schachtkopfhöhe typischerweise 250 cm
- Bewegungsfläche vor dem Lift laut DIN 18040-2: mind. 150 × 150 cm
Wie lange dauert der Einbau eines Homelifts?
Die reine Montage dauert meist 1–3 Tage.
- Gesamtprojekt inkl. Planung, Förderantrag und ggf. Genehmigung: 6–16 Wochen
- Kein separater Maschinenraum nötig, dadurch schnellere Montage als bei klassischen Aufzügen
Wie sicher ist ein Homelift bei Stromausfall?
Ein integrierter Akku fährt die Kabine bei Stromausfall automatisch in die unterste Etage.
- Zusätzliche Sicherheit durch Notstopptaste, Lichtgitter und Sensoren
- Bei mehr als 3 m Förderhöhe ist zusätzlich eine TÜV-Abnahme bei Inbetriebnahme vorgeschrieben
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